Geschäftsbericht 2018
Finanzbericht

Finanzkommentar

Komplexere stationäre Fälle, stabile Personal- und Betriebskosten

Jahresergebnis

in TCHF

2 500

Erträge netto

in TCHF

893 025

Personalaufwand

in TCHF

543 907

Sachaufwand inkl. Abschreibungen

in TCHF

158 856

Im Geschäftsjahr 2018 erzielt das Kantonsspital St.Gallen einen Gewinn von CHF 2,5 Mio. Die EBITDA-Marge liegt mit 6.0% über den Vorjahreswerten. Schweregrad (Case Mix Index) und stationäre Frequenzen liegen auf Rekordniveau. Hinzu kommt, dass die Entwicklung der Personal- und Sachkosten entsprechend der Leistungserbringung stabil gehalten werden kann.

Der Case Mix Index bei grundversicherten und zusatzversicherten Patienten ist 2018 gegenüber dem Vorjahr mit 1.1815 um 4.8% auf 1.2383 gestiegen. Seit 2016 steigt die Volatilität des Case Mix Index an. Im aktuellen Geschäftsjahr führte dieser Effekt zu Mehrerlösen von rund CHF 29 Mio. Die durch den Bundesrat vorgenommen Eingriffe in die ambulanten Tarmed-Tarifstruktur verursachten beim Kantonsspital St.Gallen im Jahr 2018 Einnahmenverluste von rund CHF 13 Mio. Die mehrbehandelten ambulanten Patienten konnten den «Berset»-Eingriff in die ambulante Tarifstruktur mehrheitlich kompensieren.

Seit 2016 konnte zwischen dem Kantonsspital St.Gallen, der tarifsuisse und der CSS keine Einigung über die stationären Preise erzielt werden. Der juristische Weg um verbindliche Tarife zu erhalten, wurde im vergangenen Geschäftsjahr eingeleitet.

Die aktiv geförderten Netzwerktätigkeiten innerhalb der Spitalverbunde des Kantons St.Gallen sowie innerhalb weiterer Gesundheitsinstitutionen in der Ostschweiz erhöhten erneut die übrigen Erträge. Im Geschäftsjahr 2018 stieg damit der Umsatz mit Dritt-Institutionen um weitere 10%.

Der Anteil der Personalkosten am Umsatz reduzierte sich weiter und liegt im Jahr 2018 bei rund 60%. Das Kantonsspital St.Gallen beschäftigte im Jahr 2018 im Durchschnitt 5 862 Mitarbeitende. Davon befanden sich 745 Mitarbeitende in Ausbildung. Der Personalaufwand über CHF 544 Mio. entwickelte sich linear zum Leistungswachstum.

Der Sachaufwand inkl. Abschreibungen ist gegenüber dem Vorjahr 2017 ausschliesslich aufgrund der Bautätigkeit angestiegen. Die Bauinvestitionen nach Kantonsratsbeschluss (Botschaft) sowie der Baufortschritt entsprechen der Bauplanung. Mit der Fertigstellung des Hauses 10 wurde eine erste Etappe im Rahmen der Spitalneubauten abgeschlossen.

Ausblick

Die vom Departement des Innern schweizweit vorgeschriebene Durchführung, sieben bisher stationär durchgeführte Eingriffe, neu ambulant zu erbringen, führt künftig zu Einnahmenverlusten. Der Taxpunktwert in der Ostschweiz liegt bei 83 Rappen. Der Schweizer Durchschnitt liegt bei 89 Rappen. Gemeinsam mit den kantonalen Ärztegesellschaften der Ostschweiz wurde ein höherer Preis angestrebt. Nach dem Scheitern der Preisverhandlungen für 2019 wird das juristische Verfahren lanciert.

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